Zoya Cherkassky
By Derschmidt • 22:19 • Category: KünstlerInnen© foto: essl museum
O.T. by Zoya Cherkassky and Avdey Ter-Oganian
Die Ursachen, die dem israelisch-palästinensischen Konflikt zugrunde liegen, sind politischer Natur und verlangen in ihrer Analyse nach politischer Sprache. Die von Künstlern eingesetzte Rhetorik erlaubt die Darstellung jeder Position und ihre Überzeugungskraft hängt nur vom Geschick des Künstlers ab.
Unserem Verständnis nach ist das Ziel der Kunst die Kritik am rhetorischen Statement. Unter Bezugnahme auf die linksgerichtete avantgardistische Tradition präsentieren wir jene rhetorischen Formen, die von den Künstlern in diesem Diskurs am häufigsten eingesetzt werden. Wir zeigen zwei abstrakte Skulpturen, deren Form an eine Landkarte von Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten erinnert. Durch ihre Aufstellung im Ausstellungskontext erfüllen diese Skulpturen die normale, traditionelle Funktion als künstlerisches Produkt. Nichts, was über diese Skulpturen gesagt werden kann, kann den Rahmen der ästhetischen Bewertung sprengen. Daher können Probleme, die mit dem Konflikt in Zusammenhang stehen, nicht in ästhetischer Sprache erörtert werden. Sobald die politische Diskussion stattfindet, hat man alle in Ausstellungen gezeigten Bilder zu vergessen. Ausstellungen dieser Art profanieren die Möglichkeit einer realen politischen Diskussion.
Coca-Cola
Da alle ständig über Koexistenz debattieren, sie aber nie tatsächlich herbeigeführt wird, habe ich eine ganz einfache Metapher für die Situation gefunden: Coca-Cola gibt es überall, sie gehört zu den Dingen, die die zwei Völker – Juden und Araber – ganz unmittelbar vereinigen (und den Rest der Welt übrigens auch). Der Titel dieser Skulptur ist „Cousins“. Dieses Wort gebrauchen Israelis oft, wenn sie über die Palästinenser sprechen. Ich bin nicht sicher, ob die Palästinenser uns auch „Cousins“ nennen.
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